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Wir ermöglichen Freundschaften zwischen Einheimischen und Geflüchteten

Share a good time - Interview mit Ulrike Greimers

Ulrike Greimers von share a good time erzählt uns ihre Geschichte, von der freiwilligen Helferin aus der Flüchtlingshilfe zum eigenen Startup mit sozialem Hintergrund. Sie hat Antworten auf die Frage: Wie kann Integration am wirkungsvollsten gelingen.

 

Wofür steht share a good time?

Unser Thema ist Integration für geflüchtete Frauen durch Begegnung, Austausch und gemeinsames Wirken.

 

Und wer bist du? Erzähl uns deine Geschichte.

Ich bin Ulrike Greimers, erste Vorsitzende von place2grow und Gründerin von share a good time. Aber vor allem bin ich eine kreative Querdenkerin, die gerne neue Ideen entwickelt und umsetzt. Ich bin gelernte Programmiererin und im Kern ist mir eine wichtige Fähigkeit des Programmierens erhalten geblieben: ein Problem oder eine Herausforderung erkennen und eine Lösung dafür finden. Einzig und allein das Umfeld dieser Herausforderungen hat sich mit sozialer und ehrenamtlicher Projektarbeit verändert.

 

Wie hat das Ganze angefangen?

Vor knapp zwei Jahren war ich in der Flüchtlingshilfe aktiv, habe dort diverse Flüchtlinge einzeln begleitet und gemerkt, dass diese 1 zu 1 Beziehung auf Augenhöhe für beide Seiten das meiste bringt. Auch wenn es eine sehr erfüllende Tätigkeit war, kam ich schnell an meine Grenzen, da natürlich jeder Flüchtling auch seine Geschichte mit sich bringt.

Somit habe ich dann das Projekt Tandem initiiert: Ich habe Begegnungsevents organisiert bei denen sich Geflüchtete und Einheimische kennen lernen und bei gegenseitigem Gefallen ein Tandem gründen konnten um dann gemeinsam etwas in der Freizeit zu unternehmen. Das kam so gut an, dass ich schnell mit dem Gedanken gespielt habe, das Ganze zu professionalisieren, also habe ich mich beim Startup Weekend Woman angemeldet. Dort habe ich die Idee in einem Team weiter ausreifen können.

Im Anschluss an das Startup Weekend, habe ich in Wuppertal an der Social Entrepreneuership Week teilgenommen und darüber das Social Impact Lab in Duisburg kennengelernt. Dort war ich dann ab Januar als Co-Workerin aktiv und habe sogar im Juli ein Stipendium für einen Co Working Space, verschiedene Workshops und die Unterstützung von Mentoren für mein Projekt erhalten. In dem Stipendium geht es darum ein soziales und nachhaltiges Unternehmen aufzubauen – gar nicht mal so einfach, wenn man kein spezielles Produkt oder eine Dienstleistung zu verkaufen hat, sondern einen sozialen Zweck unterstützen möchte.

In den letzten Monaten haben wir zwei Events durchgeführt, die beide ein großer Erfolg waren – wir haben zum Einen mit 10 Tandems ein 3-Gänge-Menü gekocht und gemeinsam verzehrt, zum Anderen haben wir mit vier Tandems eine Bank aus Palettenmöbeln gebaut.

 

Wo soll es hingehen? Was sind die nächsten Pläne für euer Startup?

Wir sind in der Planung für eine Art Erfolgsteam, an dem die Tandems gemeinsam teilnehmen werden, um sich gegenseitig beim Erreichen von persönlichen Zielen zu unterstützen und um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Außerdem haben wir an einer Ausschreibung von der Herz Stiftung teilgenommen, die eine Crowdfunding Kampagne startet. Da werden wir mitmachen, da es eine super Gelegenheit ist um zu sehen, was konkret aus der Idee werden kann. Ich möchte gerne langsam und gesund wachsen, für mich zählt, dass es den Frauen gut geht und sie Spaß an all‘ dem haben.

Mit diesem Vorhaben kann ich in Düsseldorf wieder aktiver werden und mich in die Szene einklinken – da freue ich mich schon drauf. Ich habe sehr viel Spaß daran, Menschen zusammen zu bringen, einen Rahmen zu schaffen und dabei eine gute Zeit zu haben, daher auch der Name des Startups.

 

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