Der 10. STARTUP SPRINT – Was ging da bitte ab?!

10.11.2019 | Blog

Am Wochenende vom 8.-10. Nov. 2019 fand die 10. Auflage des STARTUP SPRINT bei sipgate in Düsseldorf statt. Zirka 100 Leute nahmen an diesem knackigen und ausverkauften Event von den Organisatoren The Katapult GbR teil. Von Freitag- bis Sonntagabend konnten hier Gründungswillige fleißig daran tüfteln Startup-Ideen zu funktionierenden Geschäftsmodellen zu entwickeln um diese anschließend vor einem Publikum und einer Expertenjury zu testen.

Aus den rd. 35 Gründungsideen die zum Auftakt in einminütigen Pitches vorgestellt wurden, hatten es am Freitagabend elf in die engere Bearbeitungsauswahl für das Gesamtwochenende geschafft. Dann hieß es für die Teilnehmer*innen sich schnell selbst in Teams von zirka zehn Personen zusammenzufinden und sich direkt an die Arbeit machen. Mit der Unterstützung von Coaches, Mentoren und Experten entwickelten die Teams an dem Wochenende ihre Geschäftsmodelle.

Neu in diesem Jahr war bei dieser Ausgabe die Startup Sprint Schule, 30-minütigen Seminare von Fachleuten zu Inhalten wie: Finanzplanung sowie Rhetorik und Pitchtraining. Das hier Gelernte wurde auch direkt live am Wochenende angewandt. Innerhalb der kurzen Zeit wurden u.a. Kundenbefragungen gestartet – die vom Medienhafen bis zum Flughafen Düsseldorf reichten – Projekt bezogene Socialmedia-Accounts eröffnet und mit Content befüllt und teilweise sogar richtige Prototypen gebaut. Insgesamt einfach Wahnsinn was die Startup-Teams gemeinsam in diesen knapp 54 Stunden geleistet haben!

Das Orga-Team berichtete sogar davon, dass die Teammitglieder am Samstag bis tief in die Nacht so fleißig und vertieft an ihren Projekten saßen, dass man sie irgendwann zum Schlafen gehen animieren musste – irgendwann muss auch sipgate mal zu machen…

An dieser Stelle ein FETTES Highfive und Dankeschön an‘s fleißige sipgate Team! Tolle Location, klasse Catering und super Arbeit wie immer!

Ganz egal ob die Teilnehmer*innen fachlich aus dem kreativen, wirtschaftswissenschaftlichen, handwerklichen, medizinischen oder dem biochemischen Bereich kamen, der Hands-on-Approach, eine Portion Mut und der Wille etwas zu kreieren scheint allen dabei geeint zu haben. Die positive Grundeinstellung und die passionierte Gründerenergie haben sich über den gesamten Zeitraum auch spürbar auf das Publikum und die Jury übertragen. Speaking of Jury und Publikum, diese hatten die wortwörtliche Qual der Wahl und durften am Sonntagabend die drei besten Geschäftsideen auszeichnen. Gekürt wurden: Best Pitch, Most Innovative und Best Overall.

Während einer einleitenden Musikeinlage von der sympathischen und rhythmischen Band Sapali hatte ich kurz die Chance mit Ingo Stefes vom Orga-Team zu sprechen. Ich wollte von ihm wissen, was den Startup Sprint für Ihn so einzigartig macht und warum Gründungswillige in und um Düsseldorf genau daran teilnehmen sollten.

Ingo: „Den Startup Sprint zeichnet zu allererst aus, dass man auf Grundlage einer einfachen Idee an einem Wochenende so viel entwickeln kann, wie sonst über Wochen. Geschäftsmodell, Prototyp, Kundenbefragung, Marketingkonzept und vieles mehr. Dabei helfen Experten, die sonst nur für viel Geld zur Verfügung stehen würden. Darüber hinaus lernt man unheimlich viel methodisches Wissen, praktische Anwendungen aber eben auch über sich selber und ob man wirklich gründen möchte – ob man selber ein Gründer*innentyp ist. Nicht zu vergessen lernt man verdammt viele Leute mit tollen Skills und Erfahrungen kennen, mit denen man im Anschluss vielleicht auch gemeinsam gründen möchte.“

Nach dem Gespräch ging’s auch direkt an’s Eingemachte. Drei Minuten Redezeit pro Pitch, pro Team. Anschließend vier Minuten Fragen von der Expertenjury.

Die elf vorgestellten Geschäftsideen umfassten (in chronologischer Reihenfolge):

  • Bohnding: Eine „Serious-Gaming-Plattform“ für Mitarbeitermotivation, Teambuilding und Performancesteigerung – zunächst an NGO’s gerichtet
  • SupplEye: All-in-one Hard- und Software Lösung für einen nachhaltigeren und smarten Supermarkteinkauf
  • CM2: Plattform für soziales Engagement, „Speeddating für Menschen die etwas Gutes tun wollen“
  • GenYOUine: Ein wirklich „soziales“ Netzwerk, quasi ein Social Social Network verbunden über Werte, nicht Interessen.
  • LocalGuide: Abo Plattform, die es allen Bürger*innen einer Stadt jederzeit ermöglicht individuelle*r Stadtführer*in zu sein, nicht immer nur die schönen Seiten einer Stadt zeigen sondern vl. auch Fun Facts oder „kerniges“
  • Fairtilizer: Ein Biochemie Angebot welches mithilfe von Mikroorganismen Dünger die CO2 Belastung in der Luft reduzieren möchte, nutzbar im Kampf gegen den Klimawandel
  • CarTail: Echtzeit Carpool Plattform, schneller als die Bahn, günstiger als allein im Auto, flexibler als die Konkurrenz
  • Brainify: Medizintechnisches Hardware Angebot, Lösung für Cognitives Enhancement bei Lernschwierigkeiten, Zielgruppe zunächst Studierende, Prototyp wurde auf der Bühne vorgestellt
  • Nordlys: Plattform für Standardisierungen bei Beraterbedarf, riesiges Kosteneinsparpotential für KMUs, Mitarbeiter sollen quasi zu self-made Berater*innen werden
  • Travel Cubes: Convenience Verpackungssystem für Reisen, mit Premiummodell und mit PrefillShop, Prototyp wurde auf der Bühne vorgestellt
  • IngwerVibes: Zuckerloser Energy Shot, ohne Zusatzstoffe, für alle Mahlzeiten am Tag, aus 95%igen natürlichem Ingwersaft, all female Startup-Team, Kostproben wurden im Publikum herumgereicht

Vor Bekanntgabe der Votings von Jury und Publikum gab es noch ein kurzes Dankeswort von OB Thomas Geisel. Dann folgte die mit Spannung erwartete Siegerehrung. Die Expertenjury wählte zum „Most Innovative“ Geschäftsmodell das Team von Brainify und in der Kategorie „Best Overall“ das Team Fairtilizer. Das Publikum wiederum wählte in der Kategorie „Best Pitch“ das Team von IngwerVibes. Nach Verteilung der Gewinne, konnten alle Teilnehmer*innen sich beim leckeren Büfett über das Wochenende austauschen und fleißig networken.

(Alle Foto Credits gehen an Udo Fritsch 2019)