Topgrafik

Geschäftsführer Martin Ballweg im Gespräch

Mapudo - Onlinemarktplatz für Stahl

Als gewerblicher Stahlverbraucher schnell und zuverlässig online im Stahlhandel einkaufen – das geht bei mapudo.de. Martin Ballweg erzählt uns seine Startup Story.

Was ist mapudo.de? Welche Produkte kann ich bei Mapudo kaufen?
Mapudo entwickelt IT-Lösungen für den Stahlhandel und betreibt einen Online-Marktplatz für Stahl. Damit bietet Mapudo Stahlhändlern viele Vorteile: Die Online-Bekanntheit wird gesteigert. So werden neue Kunden gewonnen. Außerdem steigt die Kundenzufriedenheit durch die Nutzerfreundlichkeit der Plattform. Nicht zuletzt sind die IT-Ressourcen von Mapudo und das erforderliche Branchen-Know-How ein großer Gewinn für Händler. Auch Einkäufer profitieren, indem Sie mit nur wenigen Klicks und ohne Zeitverzögerung Angebote zahlreicher Händler erhalten. Das mag dem ein oder anderen Online-Einkäufer selbstverständlich erscheinen, ist es in der Stahlhandelbranche aber nicht.

Wer bist du und was hast du für eine Rolle in eurem Team?
Mein Name ist Martin Ballweg. Ich bin seit Anfang 2014 Gründer und Geschäftsführer von Mapudo. Zuvor habe ich Betriebswirtschaftslehre an der WHU studiert und eine Ausbildung zum Automobilkaufmann bei Daimler gemacht. Während des Studiums habe ich bereits mein erstes Startup gegründet, die Eovent GmbH, ein Spin-off der RWTH Aachen.

Erzähl‘ uns die Entstehungsgeschichte von Mapudo – Wie bist du auf die Idee gekommen und wann habt ihr gegründet?
Aktuell sind im Einkauf von Stahl noch aufwendige Angebotsanfragen bzw. -vergleiche per E-Mail, Fax und Telefon nötig. Dies verursacht auf beiden Seiten einen hohen Transaktionsaufwand und damit vor allem bei Kleinaufträgen eine hohe Kostenbelastung. Mapudo hat daher den Online-Marktplatz geschaffen, der Händler und deren Sortimente direkt auf einer Plattform integriert.

Das Team von Mapudo bringt langjährige Erfahrung in der Stahlbranche mit und versteht daher die Bedürfnisse und Wünsche der Händler und Einkäufer. So sind wir auf die Idee für einen Online-Marktplatz gekommen, ein Modell, das auf die Anforderungen der Branche zugeschnitten ist.

Wer sind eure Zielkunden?
Wir haben, wie es für Online-Marktplätze typisch ist, nicht einen Zielkunden, sondern zwei Kundengruppen, denen wir mit Mapudo einen Mehrwert bieten: Auf der einen Seite die Stahlhändler, deren Online-Bekanntheit durch ihre Einbindung auf den Marktplatz steigt und die so ihren Kundenkreis erweitern können. Auf der anderen Seite die Stahleinkäufer, die durch einen unabhängigen Online-Marktplatz nicht mehr verschiedene Händler für Kostenanschläge per Brief, Fax, Telefon oder E-Mail kontaktieren müssen, sondern auf einer Plattform Produkte zahlreicher Händler übersichtlich finden und ohne Umwege beschaffen können.

Was unterscheidet euch von der Konkurrenz?
Mapudo ist ein unabhängiger Online-Marktplatz. Das bedeutet: In unserem Online-Sortiment findet man nicht die Produkte eines einzigen Händlers, sondern hat eine viel größere Auswahl von Produkten unterschiedlicher Händler. Die Produktdaten der angebundenen Händler müssen außerdem von uns so aufgearbeitet werden, dass sie für den Kunden nutzbar werden. Hier liegt ein weiteres Alleinstellungsmerkmal von Mapudo: Unser technisches Know-How. Produktdaten verschiedener Händler liegen in unterschiedlicher Art und Weise, in unterschiedlicher Qualität vor. Diese müssen erstmal miteinander vergleichbar gemacht werden. Das haben wir erfolgreich gemeistert, sodass eine händlerübergreifende Produktsuche inkl. der Konditionen für unsere Kunden möglich ist.

Ihr habt bei Gründerwettbewerben wie Weconomy und European Venture Summit teilgenommen und gewonnen. Was war das für eine Erfahrung? Welche Vorteile konntet ihr aus der Teilnahme ziehen?
Gerade in der Anfangsphase können Gründerwettbewerbe für Startups eine lohnende Sache sein. Durch die beiden angesprochenen Wettbewerbe haben wir sehr wertvolle Branchenkontakte geknüpft, die uns weitergeholfen haben, bspw. um neue Händler von unserem Geschäftsmodell zu überzeugen. Als Sieger solcher Wettbewerbe profitiert man natürlich zusätzlich von einem PR-Effekt, der für noch mehr Bekanntheit des Unternehmens sorgt.

Warum habt ihr euch für Düsseldorf als Firmensitz entschieden?
Düsseldorf ist ein ausgezeichneter Standort für Mapudo, denn es liegt mitten im Herzen der Stahlbranche. Für uns hat die Stadt viele weitere Vorteile. Erstens: Die Infrastruktur ist hervorragend, unsere Mitarbeiter müssen keine langen Wege auf sich nehmen. Das führt auch schon zu Punkt zwei: den Fachkräften. In Düsseldorf und dem Rheinland gibt es viele gute Hochschulen, Ausbildungsbetriebe und Unternehmen. Das macht den Standort für gut ausgebildete Leute attraktiv. Und nicht zuletzt fühlen wir uns hier einfach wohl.

Was sind eure Pläne für die Zukunft? Was ist eure Vision?
Mapudo ist auf Wachstumskurs. Ende 2016 haben wir unsere zweite Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen und können so unsere IT Ressourcen ausbauen und unser Marketing weiterentwickeln.

Ursprünglich sind wir mit Stahl gestartet, haben aber bald schon mit Rohrzubehör die nächste Produktkategorie aufgenommen. Für die Zukunft sind auch weitere Varianten und Werkstoffe denkbar. In fünf Jahren werden wir ein breiteres Sortiment und eine noch größere Anzahl von Händlern auf Mapudo finden sowie den Vertrieb auch außerhalb Deutschlands gestartet haben.

Unsere erste Priorität ist aber immer, unser Angebot für unsere Kunden täglich zu verbessern.